In den kommenden Tagen werden im Saarland hohe Temperaturen erwartet. Hitze ist nicht nur belastend, sondern kann zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen, weil sie für den Körper anstrengend ist. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Babys und Kleinkinder sowie Personen mit chronischen Erkrankungen. Hitze kann zu Dehydrierung, Kreislaufproblemen, Überhitzung führen und bei älteren Menschen das Risiko für Schlaganfälle oder Thrombosen erhöhen (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. ). Besonders gefährdet bei extremen Hitzewelle sind Senioren, Babys, Kleinkinder und Menschen mit Vorerkrankungen.
Die Notaufnahme des Klinikums Saarbrücken verzeichnet an Hitzetagen deutlich mehr hitzebedingte Notfälle. Viele Menschen suchen erfahrungsgemäß aufgrund kreislaufbedingter Beschwerden medizinische Hilfe. In erster Linie sollte dies in der Hausarztpraxis erfolgen. Eine weitere Anlaufstelle ist die Nummer 116 117 der Kassenärztlichen Vereinigung. Bei lebensbedrohlichen Krankheitsbildern ist die Zentrale Notaufnahme des Klinikums Anlaufstelle.
Hitzeschutz für ältere Menschen
Ältere Menschen reagieren empfindlicher auf Hitze, da das Durstgefühl nachlässt und der Kreislauf stärker belastet wird. Flüssigkeitsmangel kann zudem das Schlaganfallrisiko erhöhen.
Mit dem Alter lassen die körpereigenen Regulationsmechanismen nach, beispielsweise verschwindet oft das Durstgefühl. Flüssigkeitsmanagel ist aber lebensbedrohlich. Hinzu kommen häufig Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder andere Erkrankungen, die Herz und Gefäße zusätzlich belasten. Ein weiteres Problem ist die verringerte Fähigkeit, Temperaturen richtig wahrzunehmen und daraus falsche Schlussfolgerungen zu ziehen.
Das sollten ältere und kranke Menschen beachten:
- Mindestens 1,5–2 Liter Wasser täglich
- Wohnung morgens lüften, tagsüber kühl halten
- Sonne und körperliche Belastung zwischen 11 und 17 Uhr vermeiden
- Leichte Kleidung tragen
- Warnzeichen wie Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Verwirrtheit ernst nehmen
Hitzeschutz für Babys und Kleinkinder
Babys und Kleinkinder überhitzen schneller als Erwachsene. Schon kurze Hitzeexposition kann zu Hitzschlag, Fieber, Austrocknung oder Kreislaufproblemen führen.
Tipps für Eltern:
- Babys niemals im Auto lassen
- Häufiger stillen oder Flasche anbieten
- Leichte Kleidung, Sonnenhut, Schatten bevorzugen
- UV-Schutz (Sonnencreme, UV-Kleidung)
- Kinderwagen nicht abdecken (Gefahr von Wärmestau)
- Warnzeichen: schnelle Atmung, Müdigkeit, Trinkschwäche, rote Haut, Unruhe
Bei Verdacht auf Überhitzung oder Dehydrierung sollte sofort ärztliche Hilfe gesucht werden.
Allgemeine Hitzetipps für alle Altersgruppen
- 2-3 Liter Flüssigkeit täglich (Wasser, Schorle, Tee)
- Aufenthalte in kühlen Räumen oder schattigen Bereichen
- Wenn draußen: Für ordentlichen UV-Schutz sorgen (Creme, Kleidung)
- Körperliche Anstrengung reduzieren
- Medikamente prüfen, die entwässernd wirken
- Auf gefährdete Personen im Umfeld achten
Flüssigkeitszufuhr ist das A und O bei extremen Hitzezuständen, für alle Altersklassen, wissen unsere Ärzte und Ärztinnen in der Zentralen Notaufnahme des Klinikums. Ziel ist bei allen Altersgruppen, die Exsikkose, die Austrocknung des Körpers, zu vermeiden. Deshalb sollten gerade bei älteren Menschen, die sowieso anfällig für unzureichende Flüssigkeitszufuhr sind, und auch bei Kindern alle ganz genau hinschauen.



