Das Lungenkrebszentrum Saar – ein standortübergreifendes Zentrum für beste Behandlungsqualität.
Hierfür bündeln die SHG-Kliniken Völklingen und das Klinikum Saarbrücken ihre Kompetenzen. Seit 2026 bilden die beiden Kliniken ein gemeinsames Lungenkrebszentrum mit zwei Standorten – einer in Völklingen und einer in Saarbrücken auf dem Winterberg, das Lungenkrebszentrum Saar.
Damit schaffen beide Kliniken ein starkes sektorenübergreifendes Netzwerk zur Behandlung von Lungenkrebs im Saarland. So findet beispielsweise wöchentlich eine gemeinsame Tumorkonferenz auf Basis eines interdisziplinären Tumor-Dokumentationssystem statt und es werden für jeden Patienten individuelle Empfehlungen zur Behandlung besprochen.
Das Zentrum bilden aber nicht nur die beiden Krankenhäuser: Beide Standorte kooperieren mit zahlreichen internen und externen Partnern. Intern sind das beispielsweise die Onkologie, Radiologie, Palliativmedizin, Neurochirurgie, MVZ Onkologie und Pathologie, extern ist die Kooperation mit großen onkologischen Praxen zentral.

Felix Stöckle
Chefarzt der Pneumologie
Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie

In Deutschland erkranken jährlich rund 58.300 Menschen an einem Lungenkarzinom. Der Lungenkrebs gehört damit geschlechterübergreifend zu den häufigsten Tumorarten. Lungenkarzinome gehören zu den sogenannten soliden Tumoren. Diese gehen von einem Organ oder Gewebe aus und wachsen zunächst nur an diesem Ort in einem Gewebeverband. Wenn die Erkrankung fortschreitet, können sich Zellen vom Tumor ablösen, im Körper verbreiten und Metastasen bilden. Oft fällt dann erst die Erkrankung durch Symptome auf, wie beispielsweise Schmerzen, Husten und Atemnot oder Gewichtsverlust.
Lungenkrebs wird in zwei Hauptgruppen eingeteilt: nicht‑kleinzellige Lungenkarzinome (NSCLC) und kleinzellige Lungenkarzinome (SCLC).
Zu den NSCLC gehören Plattenepithelkarzinome, Adenokarzinome und großzellige Karzinome. Diese Tumorarten ähneln sich in Wachstum und Ausbreitung und werden daher häufig nach ähnlichen Therapiekonzepten behandelt
Das kleinzellige Lungenkarzinom wächst deutlich schneller und bildet früher Metastasen, weshalb eine Operation hier seltener möglich ist und systemische Therapien im Vordergrund stehen.
Neben diesen beiden Hauptformen gibt es seltene weitere Untertypen, die individuell beurteilt werden.
Welche Therapie bei Lungenkrebs gewählt wird, hängt von mehreren Faktoren ab: vom genauen Gewebetyp, vom Tumorstadium sowie von bestehenden Begleiterkrankungen. Um die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten, wird für jede Patientin und jeden Patienten ein individueller Therapieplan erstellt. Dies geschieht in einer interdisziplinären Tumorkonferenz, an der Expertinnen und Experten aus Pneumologie, Thoraxchirurgie, Onkologie, Strahlentherapie, Pathologie, Nuklearmedizin, Radiologie und weiteren an der Behandlung beteiligten Disziplinen beteiligt sind. Gemeinsam legen sie die optimale Therapie fest.

Lungenkrebs zählt in Deutschland zu den häufigsten Tumorerkrankungen und tritt in verschiedenen Formen auf. Je nach Tumorart und Stadium erfolgt die Behandlung individuell und wird interdisziplinär abgestimmt.
Wir benötigen zur Behandlung eine Einweisung vom Haus- oder Facharzt.
Für Rückfragen und Anmeldungen steht Ihnen das Sekretariat des Lungenkrebszentrums telefonisch unter der Rufnummer 0681 963 2612 oder schriftlich per E-Mail an mhermann@klinikum-saarbruecken.de zur Verfügung.
Sie erhalten spätestens innerhalb von zwei Wochen einen Termin, oft auch früher.
Bitte bringen Sie eine Einweisung Ihres Haus- oder Facharztes sowie alle vorhandenen medizinischen Unterlagen mit. Dazu gehören Befunde, Arztberichte und aktuelle Bildgebung (z. B. CT, MRT, PET‑CT).
Felix Stöckle
Standortleiter
Chefarzt der Pneumologie
Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie
Zsofia Török
Stellvertretende Standortleiterin
Oberärztin Pneumologie
Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie
Amalie Ravindren
Koordinatorin des Lungenkrebszentrums
Assistenzärztin
in Weiterbildung Innere Medizin und Pneumologie
Dr. Klaus Urbschat
Leiter Lungenkrebszentrum Saar
Simone Jankowsky
Koordinatorin am Standort Völklingen
Mona Herrmann
Sekretärin
Lungenkrebszentrum auf dem Winterberg
Pneumologie
Chefarzt Felix Stöckle
Winterberg 1
66119 Saarbrücken
Sekretariat
Mona Herrmann
Tel. 0681 963 2612
Fax 0681 963 2379
Mail: mherrmannthou-shalt-not-spamklinikum-saarbruecken.de
Sprechstunden in der Pneumologie
(bei einem Karzinomverdacht):
Montag bis Freitag 8:30 bis 13:30 Uhr
Sprechstunde Thoraxchirurgie:
Dienstag 9:00 bis 11:00 Uhr
Wurde bei Ihnen bereits ein Lungenkarzinom diagnostiziert? Wenden Sie sich zur ambulanten Therapie und Diagnostik gerne an unsere Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung unserer Kliniken für Pneumologie, Onkologie und Thoraxchirurgie.
Sprechstunden ASV Tumore der Lunge:
Sekretariat Vera Simon
Tel.: 0681 963 2746
Fax: 0681 963 2849
Mittwoch und Donnerstag 11:00 bis 13:00 Uhr
Freitag 8:00 bis 13:00 Uhr
Das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC, englisch für „Non-Small Cell Lung Cancer“) ist mit ca. 79 % der Fälle die häufigste Form von Lungenkrebs, oft diagnostiziert im fortgeschrittenen Stadium. Hauptursache ist das Rauchen. Die Therapie umfasst Operation, Bestrahlung, Chemotherapie, Immuntherapie und zielgerichtete Therapien, abhängig vom Stadium (I-IV).
Die Hauptformen sind das Adenokarzinom (oft in der Lungenperipherie) und das Plattenepithelkarzinom (oft zentral in den Atemwegen).
In Deutschland haben etwa 15 von 100 Betroffenen mit Lungenkrebs ein kleinzelliges Bronchialkarzinom (SCLC, englisch für "small cell lung cancer").
Kleinzellige Lungenkarzinome wachsen in der Regel schnell und bilden früh Metastasen. Daher haben die meisten Betroffenen bei der Diagnose einen Tumor im weit fortgeschrittenen Stadium.
Wichtigster Teil der Behandlung eines SCLC ist in der Regel eine Chemotherapie. Sie wird abhängig vom Stadium und der individuellen Erkrankungssituation mit anderen Therapiemaßnahmen kombiniert. Liegen Metastasen vor, erhalten Betroffene nach Möglichkeit eine Chemo-Immuntherapie.
In der Lunge können außerdem sogenannte Weichteilsarkome entstehen. Sie gehören ebenfalls zu den soliden Tumoren, sind jedoch sehr viel seltener als Bronchialkarzinome.
Lungenmetastasen sind bösartige Tochtergeschwülste, die durch die Streuung eines anderen Primärtumors (zum Beispiel Brust-, Darm- oder Nierenkrebs) über die Blut- oder Lymphwege in die Lunge gelangen. Es handelt sich dabei nicht um eigenständige Lungentumoren, sondern um Absiedlungen anderer Krebsarten. Lungenmetastasen verursachen oft über einen längeren Zeitraum hinweg keine Symptome, können später jedoch zu Husten, Atemnot oder Brustschmerzen führen.
Eine Bronchoskopie ist eine medizinische Untersuchung, bei der die Atemwege mit einem dünnen, flexiblen Schlauch – dem Bronchoskop – von innen betrachtet werden. Dabei wird das Gerät über Mund oder Nase in die Luftröhre und weiter in die Bronchien eingeführt, um die Atemwege zu beurteilen, Proben zu entnehmen oder bestimmte Eingriffe durchzuführen. Das Bronchoskop wird unter lokaler Betäubung oder leichter Sedierung eingeführt. Die Untersuchung ist in der Regel schmerzfrei, da die Atemwege keine Schmerzrezeptoren besitzen.
Die histologische Sicherung erfolgt durch die feingewebliche Untersuchung von entnommenem Gewebe, um die genaue Tumorart eindeutig zu bestimmen.





Bei einer Tumorkonferenz treffen sich Spezialistinnen und Spezialisten verschiedener Fachrichtungen, um gemeinsam die Befunde zu besprechen und die individuell passende Therapie festzulegen.
Durch diese enge Zusammenarbeit entsteht ein umfassender Behandlungsplan, der alle medizinisch relevanten Aspekte wie die Tumorart, das Stadium und mögliche Begleiterkrankungen berücksichtigt. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das größtmögliche Sicherheit und eine Behandlung nach aktuellen Leitlinien und modernen Standards.
Operative Verfahren kommen vor allem bei frühen Stadien des nicht‑kleinzelligen Lungenkarzinoms zum Einsatz, wenn der Tumor vollständig entfernt werden kann. Ziel ist es, das erkrankte Gewebe möglichst schonend zu resezieren und gleichzeitig die Lungenfunktion bestmöglich zu erhalten.
Zur medikamentösen Behandlung gehören Chemotherapie, Immuntherapie und zielgerichtete Therapien, die abhängig von Tumorart und molekularen Veränderungen ausgewählt werden. Diese Therapien wirken im gesamten Körper und können auch fortgeschrittene Erkrankungsstadien wirksam behandeln.
Die Strahlentherapie kann Tumorgewebe gezielt zerstören und wird häufig mit anderen Behandlungsformen kombiniert. Sie kommt sowohl kurativ als auch palliativ zum Einsatz, etwa zur Linderung von Beschwerden oder zur Kontrolle von Metastasen.
Supportive Maßnahmen unterstützen Patientinnen und Patienten während der gesamten Behandlung, zum Beispiel durch Schmerztherapie, Atemphysiotherapie oder Ernährungsberatung. Der Palliativmedizinischer Konsiliardienst begleitet Betroffene zusätzlich in belastenden Krankheitsphasen, um Lebensqualität und Symptomkontrolle zu verbessern.
Die ASV ermöglicht eine wohnortnahe, hochspezialisierte Behandlung durch ein interdisziplinäres Team am Klinikum Saarbrücken. Hier werden Diagnostik, Therapieplanung und Nachsorge eng verzahnt, sodass Patientinnen und Patienten kontinuierlich und umfassend betreut werden.
Der Rauchstopp ist eine der wichtigsten Maßnahmen nach der Diagnose Lungenkrebs. Ein sofortiger Verzicht auf Nikotin verbessert nachweislich den Behandlungserfolg, reduziert Komplikationen und steigert die Lebensqualität. Auch während einer laufenden Therapie lohnt sich der Ausstieg: Operationen verlaufen sicherer, Chemo‑ und Strahlentherapie wirken besser, und das Risiko für ein erneutes Tumorwachstum sinkt. Wir unterstützen Patientinnen und Patienten mit professionellen Angeboten zur Raucherentwöhnung, darunter Beratung, medikamentöse Unterstützung und strukturierte Programme.
Eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren einweisenden Kolleginnen und Kollegen ist für uns von zentraler Bedeutung. Als Lungenkrebszentrum möchten wir unsere internen Abläufe kontinuierlich optimieren und gleichzeitig die Kooperation mit Ihnen gezielt weiterentwickeln.
Dazu freuen wir uns über Ihre Rückmeldung, wie zufrieden Sie mit der Arbeit des Zentrums sind: Das Team lädt Sie ein, an unserer Umfrage teilzunehmen und damit wichtiges Feedback zur Weiterentwicklung des Zentrums zu geben.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!